Biographie

Magdalena Oliferko wurde 1981 in Warschau geboren. In ihrer Heimatstadt studierte sie Kirchenmusik an der Musikakademie Frédéric Chopin und absolvierte ein Masterstudium für Musikwissenschaft an der Universität Warschau (2005), ausgezeichnet für ihre Masterarbeit mit Zofia Lissa Preis. Anschliessend setzte sie ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg fort, wo sie in der Orgelklasse von Prof. Wolfgang Zerer im Jahre 2010 das Konzert- und Lehrdiplom erwarb. 2011 schloss sie ihren Master für historische Tasteninstrumente an der Hochschule für Alte Musik in Basel (Schola Cantorum Basiliensis) mit dem Solistendiplom ab. Ihre Kompetenzen konnte sie dabei auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis, Ensemblespiel und Dirigieren erweitern. Im Jahre 2019 wurde ihr ein Doktortitel in Musikwissenschaft mit Auszeichnung an der Université de Genève und der Universität Warschau verliehen.

Zu ihren Lehrern gehörten u.a. Lorenzo Ghielmi (Orgel), Andrea Marcon (Maestro al Cembalo), Menno van Delft (Cembalo) und Rudolf Lutz (Improvisation), Andrzej Banasiewicz (Dirigieren). Sie hat an zahlreichen Meisterkursen in Deutschland, Schweiz, Österreich, Niederlanden, Spanien und Schweiz teilgenommen. Sie war Stipendiatin mehrerer Stiftungen, u.a. der Rektorenkonferenz der Schweizerischen Hochschulen, Société Académique de Genève, Oskar und Vera Ritter Stiftung Hamburg, des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe Polen. Sie pflegt regelmässige Konzerttätigkeit als Solistin, Dirigentin und Kammermusikerin, u.a. mit ihrem Ensemble für Alte Musik Le Jardin d’Eden. Seit 2012 ist sie Organistin und seit 2016 auch Chorleiterin an der Johanneskirche Bern. Zudem leitet sie weitere Chöre, u.a. Melos-Chor Bern. Seit 2012 ist sie Mitglied des Schweizerischen Musikpädagogischen Verbandes (SMPV).

Im Zentrum ihres Forschungsinteressens stehen Musik des 19. Jahrhunderts, insbesondere Chopin, sowie Alte Musik. Sie ist Autorin von über 50 wissenschaftlichen Publikationen, darunter eines Buches Fontana und Chopin in Briefen (Warschau, 2009, Englische Übersetzung: Fontana and Chopin in Letters, 2013) und diversen Chopin-Projekten, darunter des Spektakels Julian Fontana – im Schatten Chopins (Aufführungen u.a. in Warschau, Hamburg und Paris). Sie schuf Beiträge fürs Chopin Lexikon (Hrsg. M. Tomaszewski, in Vorbereitung). Sie hielt Vorträge an wissenschaftlichen Konferenzen in mehreren Ländern Europas und auf Kuba. Sie ist Mitglied der Musikwissenschaftlichen Abteilung des Polnischen Komponisten Verbandes (ZKP). Seit 2007 arbeitet sie eng mit dem Frédéric Chopin Institut in Warschau zusammen.